Donnerstag, 31. Dezember 2020

SILVESTER AUF DER INSEL DES GLÜCKS

Hallo ihr Lieben
nach dem Frühstück und einem langen Telefongespräch mit Ilja in den USA bin ich zur Costa Calma gefahren, wo sich normalerweise ganz viele Kite-Surfer tummeln. In Pandemiezeiten ist allerdings kaum einer draußen. Hier in der Nähe wohnt Peter und ich wollte mir mal sein Hotel anschauen, denn das kenne ich noch nicht und wer weiß, wann ich wieder hier bin. Also bekam ich eine exklusive Führung in diesem stylischen Haus.
Danach bin ich wieder an meinen Lieblingsstrand gefahren und habe Louise und Rudi aus Dortmund getroffen. Das Rentnerpaar hatte ich vor ein paar Tagen kennengelernt. Sie überwintern hier in ihrem Bungalow von Mitte Oktober bis Mitte März. Sie sind beide knapp über 80 Jahre und es rührt mein Herz, wie sie splitternackt und wackelig Hand in Hand ins Meer zum Baden gehen. Rudi ist Louises Held, weil er darauf achtet, dass sie keine Welle umhaut. Aus Respekt habe ich die beiden nicht fotografiert. Ein bißchen erinnern sie mich an meine Eltern, die seit über 60 Jahren gemeinsam durch dick und dünn gehen.
Ein kleiner Regenschauer hat uns um die Mittagszeit von unseren Liegen vertrieben. Ich bin mit ein paar Franzosen unter das Dach einer geschlossenen Strandbar geflüchtet. Es tut so gut, hier einige Fremdsprachen zu hören. Auch das habe ich vermisst. 
Da das Wetter nachmittags wechselhaft blieb, habe ich eine Open-Air-Ausstellung besucht. Fuerteventura hat in den letzten Jahren in punkto Kunst einige Projekte realisiert. An der Strandpromenade von Morro Jable haben namhafte Künstler aus Spanien, Deutschland, Frankreich und Russland Skulpturen aus Stein, Stahl und Schrott errichtet und bieten Kunstinteressierten eine schöne Abwechslung.
Jetzt nehmen wir unser Silvester-Essen am Strand ein: Es gibt Seezunge:-) Danach gehe ich früh zu Bett, um morgen meinen letzten Urlaubstag in vollen Zügen zu genießen. Kommt gut und gesund ins neue Jahr!
Bis morgen,
eure Maggie
















Mittwoch, 30. Dezember 2020

JEDER TAG EIN FEST DER SINNE

Hallo ihr Lieben
Pepe fehlt mir. Seit Tagen sitzt ein anderer Life-Guard im Hochsitz, den ich noch nicht habe herunterkommen sehen. Was das bedeutet? Keine Begrüßung am Morgen, kein Plausch und keine Tänze zu You-Tube-Videos. Auch die Wellenvorhersage entfällt. Daher bin ich heute umsonst mit dem Board zum Strand gelaufen, MNS inklusive. Im Moment kommt die Ebbe mit den Wellen wohl abends. Einige Surfer harren bis dahin aus, aber ich möchte nicht bei Dämmerung ins Wasser. An Bewegung mangelt es mir dennoch nicht: Ich bin den ganzen Tag an der frischen Luft, mache 10.000 bis 15.000 Schritte, sammele Erkenntnisse und speichere Licht sowie Sonne für die trüben Wintermonate in Deutschland - alles also im grünen Bereich:-).
Heute habe ich einen kurzen Ausflug zur Shopping-Mall gemacht. Einige Geschäfte haben offen, aber wegen der Maskenpflicht treibt sich auf der Promenade kaum jemand herum - verständlich bei den sommerlichen Temperaturen. In meiner Lieblings-Boutique habe ich sogar ein paar schöne Hosen und Oberteile gesehen, aber gekauft habe ich sie dann doch nicht. Der Grund: In den zehn Monaten Homeoffice habe ich gerade mal drei verschiedene Hosen und eine Handvoll unterschiedlicher Oberteile getragen. Das wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern, also wozu Klamotten kaufen? Stattdessen habe ich mir einen frisch gepressten O-Saft gegönnt.
Nach etwas Schmökern in der Sonnenliege habe ich Peter in unserer Lieblings-Strandbar getroffen. Diesmal habe ich den gegrillten Thunfisch probiert und bis auf die Seezunge habe ich nun alle Fischsorten sowie Schalentiere durch. Das war jedesmal ein Gaumenschmaus! Überhaupt kommen hier die Sinne auf ihre Kosten. Das Auge labt sich an den Blautönen des Himmels und des Meeres ebenso wie an der kargen Vegetation, das Ohr lauscht den Wellen und der Brandung, die Nase schnuppert Seeluft und der Mund schmeckt köstliche Speisen. Auch die Haut kommt nicht zu kurz, wird sie doch von der Sonne gewärmt und vom Wind gestreichelt. Nach dem Festmahl liefen Peter und ich im Abendlicht mit den Strandläufern um die Wette nach Hause:-) Ich hoffe, euch allen geht es gut und umarme euch ganz fest,
eure Maggie
















Dienstag, 29. Dezember 2020

ES IST WIE ES IST

Hallo ihr Lieben
Fuerteventura besteht aus Sand, Geröll und hat nur wenig Vegetation. Das muss man wissen und mögen, wenn man hierher reist. Ich mag diese Kargheit sehr und umso mehr freue ich mal eine Palme, Kakteen oder gar eine Bougainvillea zu sehen. Ich sehe dann diese kleinen Inseln der Vegetation in einer Wüstenlandschaft und diese Farbtupfer werden viel mehr betont als wenn alles in Fülle wäre. Ein bisschen spiegelt das die Pandemie wider. Das Corona-Virus reduziert uns auf das Wesentliche. Schlafen, Essen, Lieben und wer Glück hat, kann noch arbeiten und hat seine Liebsten um sich herum. 
Auch meine Arbeit zuhause ist kostbar geworden. Ich kann immer noch meinen Lebensunterhalt verdienen, ich habe genug zu essen und kann ruhig schlafen. Vor allem aber habe ich euch, meine Familie und Freunde. Ihr seid in dieser Zeit der Entbehrungen sehr kostbar für mich geworden, ob am Telefon oder beim Spaziergang mit Abstand. Ich habe den Eindruck, dass wir - trotz der Digitalisierung - näher zusammen gerückt sind, dass ein „Wie geht’s dir?“ an Bedeutung gewonnen hat und echtes Interesse signalisiert. Deswegen kann ich dem Virus auch viel Positives abgewinnen. Dennoch musste ich dringend verreisen, um ein paar wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, vor allem, um der aktuellen Situation einfach zuzustimmen, auch meinem Rheuma, meinem Knie und sonstigen Beschwerden. Sie alle sind nur Erfahrungen und bringen uns wertvolle Erkenntnisse. Das Leben ist wie es ist. Ob es gut oder schlecht ist, liegt nur an unserer Bewertung. Lassen wir diese weg, dann ist es wie es ist. Das wollte ich heute einfach mit euch  teilen und euch sagen, dass ich euch alle sehr lieb habe!
eure Maggie 











Montag, 28. Dezember 2020

LEHRSTUNDEN IN DER NATUR

Hallo ihr Lieben
mein Knie schwillt langsam dank der Kühlung mit Limo-Dosen ab - danke Universum! Ich habe euch noch gar nicht erzählt, dass an hier im Süden der Insel locker 20 Kilometer am Stück entlang des Strand laufen kann und das barfuß, Fußbad inklusive. Zudem wird die Haut von Wasser und Sonne babyzart, ich unterziehe mich hier also einer Beautykur:-). Außerdem kann man dabei die Kunstwerke der Natur betrachten. Die dunklen Steine im Sand sehen doch aus wie eine Collage? Die könnte man glatt 1:1 in eine Galerie hängen. Bei den langen Spaziergängen kommen mir Gedanken zur Vergänglichkeit, v.a. wenn die Wellen sofort meine Fußabdrücke auslöschen. Daran sehe ich, dass ich nur ein Sandkorn im Universum bin und sich die Menschen viel zu wichtig nehmen. Anstatt die Natur zu ehren und zu schützen, beuten wir diese aus. Aber für die Natur sind wir nur eine vorübergehende Erscheinung wie ein Schnupfen. Deswegen git es, jeden Tag zu genießen, möglichst im Einklang mit sich selbst und seiner Umgebung zu sein und das bin ich hier. Übrigens schlafe ich aktuell an die zehn Stunden pro Tag, Peter deutlich weniger, weil hungrige Katzen miauen. Also hat er etwas Geld in Fischkonserven investiert und kann auch endlich ruhig schlafen:-)
Heute habe ich wieder einen Tag mit Peter am Strand verbracht mit philosophischen Gesprächen und auch mit kleinen Menschenstudien. Wir fragen uns z.B., wer die Dame mit der roten Flagge ist. Vielleicht Aurora, die Morgengöttin? Oder eine Anhängerin von Bhagwan? Wir werden dieses Geheimnis bestimmt noch lüften…zum Abschluss des Tages gab es heute Seafood statt Fastfood am Strand. Außerdem habe ich auf dem Heimweg das zugehörige B-Hörnchen zum gestrigen A-Hörnchen gefunden:-) Nun telefoniere ich wieder mit ein paar Freunden und mache es mir im Bettchen gemütlich.
Ich wünsche euch einen schönen Abend,
eure Maggie














Sonntag, 27. Dezember 2020

EINE KLEINE AUSZEIT

Hallo ihr Lieben
gestern Abend habe ich mit dieser schönen Aussicht am Strand gegessen, eine leckere Fischplatte mit Salat. Übrigens gibt es hier keine Menü-Karten, sondern alles läuft kontaktlos über QR-Codes. Salz, Pfeffer, Öl und Essig sind zudem einzeln verpackt, um somit die Kontaktflächen zu reduzieren. Heute trete ich ein bisschen  kürzer, da mein Knie über Nacht etwas angeschwollen ist. Vielleicht bin ich einfach zu viel gelaufen, an die 15.000 Schritte am Tag ist mein Körper im Winterschlaf wahrscheinlich nicht gewohnt.
Heute habe ich hier endlich die heimischen Streifenhörnchen gesehen, die immer mit Erdnüssen von Touristen gefüttert werden. Seit dem letzten Jahr haben sie ganz schön abgenommen, da die die Touristenzahlen zurückgegangen ist. Sie haben sich also unfreiwillig einer Diät unterzogen:-) Des Weiteren könnt ihr auf dem einen Foto das Gerippe eines Walfisches sehen, was aus der Entfernung immer ganz gut als Orientierungshilfe dient. Es befindet sich genau am Zugang zu meinem Lieblingsstrand. Dort habe ich heute gechillt und das wunderbare Buch "Das Gedächtnis des Herzens" zu Ende gelesen, ferner den kleinen Surfern zugeschaut, bei denen das Brett doppelt so groß ist wie sie selbst:-)
Peter ist in den Norden nach Corralejo zu den Dünen gefahren. Für Biggi, die im April hier sein wird, hänge ich ein Foto und einen kleinen Clip am Ende dieses Blogs an. Dort ist es noch sandiger und windiger als im Süden und ich wollte nicht bei schönstem Sommerwetter 3-4 Stunden im Auto sitzen, aber er brauchte etwas Abwechslung - verständlich, er ist schließlich 38 Tage hier und ich nur 14. Auf dem Rückweg ins Hotel bin ich noch ins Drive-in von Burger King. Ich hatte voll Lust auf Fastfood. Mit guten Gewissen habe ich reingehauen, denn trotz Schonung habe ich es heute auf über 11.000 Schritte gebracht. Jetzt kühle ich mal mein Knie und wünsche euch einen schönen Abend,
Bussi
eure Maggie














DANKE UNIVERSUM:-)

Hallo ihr Lieben, heute hat einfach alles wie am Schnürchen geklappt. Beim Auschecken aus dem Hotel, hat das Hotel mir die ersten beiden Übe...